Farben, Farben, Farben

Überlegen Sie schon länger Ihren Wänden einen frischen Anstrich zu geben? Wenn nicht jetzt, wann dann? Seit Dienstag, 14.4. haben kleinere Geschäfte oder auch Baumärkte wieder offen. Neue Farben müssen nicht mehr online bestellt sondern können im Fachhandel direkt bezogen werden. Doch, welcher Farbton ist der Richtige, kann man bei der Auswahl etwas falsch machen? Ob leuchtende, dunkle oder helle Töne, jeder empfindet Farben anders.

Rot gilt als anregend, warum z.B. nicht ein Esszimmer damit streichen, wo man gerne mit Freunden oder Familie zusammen sitzt, und die Abende mal länger werden können. Oder wie wäre es mit einem kühlen Blau oder Salbeiton für das Schlafzimmer?


Am Markt gibt es viele tolle Anbieter, und die Vielfalt an Farben ist gefühlt unendlich. Anbei ein paar Tipps, die bei der Auswahl unterstützend helfen sollen:


1) Farbauswahl

In welcher Farbwelt fühlen Sie sich wohl? Welche Farben tragen Sie gerne? Auch wenn Ihnen zum Beispiel für die Küche zu einem strahlenden Gelb geraten wird, wenn Sie kein Gelb mögen, dann wird Ihnen das Ergebnis dennoch nicht gefallen. Lassen Sie sich von Magazinen, Büchern, Farbkarten inspirieren.


2) Nur Mut

Einen Raum einen hellen Anstrich verpassen, weil er von Natur aus eher dunkel ist, könnte nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Lieber satte, kräftige Farben wählen und gezielt Lichtquellen einsetzen.


Ich habe in meinem Büro ein intensives Blau, Stiffkey Blue von Farrow & Ball, in Kombination mit einer Tapete von Osbourne&Little gewählt.

So bekommt der Raum Tiefe und strahlt mehr Gemütlichkeit aus.









3) Grautöne

Grautöne sind schon seit längerem nicht mehr aus den Wohnräumen wegzudenken und erfreuen sich immer mehr an Beliebtheit. Doch Vorsicht, auch wenn Grau technisch gesehen als "unbunt" bezeichnet wird, gibt es ein paar Punkte zu beachten.

Es gibt warme und kalte Grautöne, blaustichig oder auch grünstichig. Je nach Lichteinfall können sie eine gänzlich unterschiedliche Wirkung haben. So muten warme Grautöne elegant und heimelig an, wobei kaltes Grau ungemütlich und frostig scheint. Grau verhält sich wie eine Diva und hält manche Überraschung bereit.



Deshalb unbedingt immer Farbproben auf weißen Karton anbringen und an die zu streichende Wand heften, um zu sehen, wie sich der Farbton im Laufes des Tages entwickelt.

Sehr zu empfehlen ist das Buch "Shades of Grey - Decorating with the most elegant of Neutrals". Es handelt sich nicht nur um einen schönen Bildband sondern ist auch sehr hilfreich bei dem Umgang mit der Farbe Grau.







4) Die Nichtfarbe Weiß

Ich möchte auch kurz ein paar Worte über die Nichtfarbe Weiß schreiben. Natürlich muss nicht immer alles in Farbe gestrichen werden. Doch leider gilt in Wohnungen und Häusern anscheinend die Devise, der Grundanstrich hat mal weiß zu sein. Noch dazu wird hier als Farbton "Verkehrsweiß" verwendet, ein sehr kaltes Weiß, das oft an Krankenhausgängen erinnert. Warum das so ist, kann ich leider nicht sagen, wahrscheinlich über Jahre hin eingespielt und nie überdacht worden. Dabei kann Weiß so viel mehr. Auch hier gibt es warme und kalte Töne, mache sind grau- gelb oder grünstichig. Bei weißen Wänden gilt es auch auf die Umgebung draußen zu achten. Steht vor dem Fenster ein Baum, der im Sommer grüne Blätter trägt. So wird sich dieses Grün in den weißen Wänden teilweise reflektieren. Wer farbenfrohe Gemälde oder Bilder sammelt, für den fungiert weiß wie eine Leinwand, perfekt für eine kunstvolle Inszenierung.


5) Auf Qualität achten

Ich arbeite sehr gerne mit den Farben von Farrow & Ball, Designers Guild oder auch Alpina Farben. Genannte Unternehmen achten sehr auf nachhaltige Produktion und hohe Qualität. Es macht einen großen Unterschied, ob eine Farbe aufgrund der hohen Pigmentierung gleich beim ersten Anstrich gut deckt. Das spart nicht nur Zeit sondern auch Farbe.

Nicht nur die Deckkraft ist wichtig, auch der Untergrund muss gut vorbereitet sein. Sonst besteht die Gefahr, dass die gewünschte Farbe nicht hält und abblättert.



6) Samples

Wie schon weiter oben erwähnt, bitte unbedingt im Vorfeld die Farbe testen, wie sie sich verhält und ob sie gefällt. Die meisten Hersteller bieten mittlerweile kleine Samplepots an, mit denen man gut 1m² Fläche bemalen kann. Wer nicht direkt auf der Wand probieren möchte, der kann weißen Karton verwenden. Bitte auch hier nicht nur einmal streichen, sondern zwei bis dreimal, um die volle Wirkung der Farbe zu bekommen. Ich empfehle immer die Farbkarte für einen Tag an die Wand zu heften. Das Licht am Morgen verhält sich anders als mittags oder abends. Wir haben zu Hause eine Wand mit Studio Green gestrichen. Bei Sonneneinstrahlung sieht man alle Schattierungen von Grün, abends wirkt die Farbe fast schwarz und mystisch.


Und haben Sie Geduld, die richtige Farbe auszuwählen passiert nicht von heute auf morgen.

Das Ergebnis macht umso mehr Freude!


Gerne stehe ich jederzeit online wie telefonisch für Fragen zu Verfügung!


Foto: Jürgen Hammerschmid








Andrea Sova

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