Home Office und kein Platz?

    Aktuell stolpere ich immer wieder über Artikel zum Thema XS-Home Office. Überall Fotos von kleinen Schreibtischen, Sekretären, mit hübschen Boxen, Schreibutensilien, wundervoll arrangiert und fotografiert. Davor maximal ein kleiner Hocker oder Minisessel, wo mir schon vom Hinschauen das Kreuz schmerzt. Nicht falsch verstehen, mir ist bewusst, man hat nicht immer die Möglichkeit einem Arbeitsplatz viel Raum zu geben. Insofern sind platzsparende Lösungen, die auch noch schön anzusehen sind, eine gute Idee. Aber bitte, wer arbeitet so? Ich mit all meinen Mustern und Plänen bin da sicher kein Maßstab, aber in Zeiten, wo viele vorwiegend einen Laptop zum Arbeiten verwenden, benötigt man dennoch Platz rundherum. Ich habe mich mal hinreißen lassen und diese hübschen Boxen in verschiedensten Größen gekauft. Mit dem Effekt, dass sie zu einer Art Auffanglager für Kleinzeug mutiert sind, und nebenbei gesagt, ich keine Ahnung mehr habe, was wo drinnen ist. Also wie ist das in der Realität? Ich habe mal in meinem Freundeskreis gefragt. Und siehe da, fast alle sitzen am Esstisch. Auch wenn es einen extra Arbeitstisch gibt. Warum ist das so? Ich glaube, es liegt nicht nur daran, dass man mehr Platz hat. Man fühlt sich einfach wohler, das Licht ist besser, man überblickt den ganzen Raum und muss nicht irgendwo in einer Ecke eine Wand anstarren, womöglich noch mit der Tür im Rücken. Mein Tipp deshalb, wenn man den Esstisch zum Home Office umfunktioniert, auf gutes Licht achten. Die meisten Hängeleuchten sind mittlerweile dimmbar. So kann man gut arbeiten und muss beim Essen mit Familie oder Freunden nicht auf gemütliche Stimmung verzichten. Und wohin nun mit Schreibunterlagen, Ordner, etc? Wohnräume werden heutzutage fast durchwegs offen geplant, Wohn- und Essbereich gehen ineinander über. Stauraum ist umso wichtiger geworden. Vorbei sind die Zeiten von schweren dunklen Wohnwänden. Mittlerweile gibt es Lösungen, die optisch so zurückhaltend sind, dass man sie fast nicht wahr nimmt. Gut geplant lassen sich hier Ordner und co. gut unterbringen. Verwendet ihr Drucker, Scanner oder andere Geräte? Ein Sideboard ist nicht nur ein Designelement sondern hat auch oft die notwendige Tiefe, um Technik unterzubringen. Viele Möbel haben in der Rückwand bereits Auslässe für Stromkabel vorgesehen. Auf offenen Regalen lassen sich dann noch dekorativ die geliebten Boxen für Kugelschreiber, Tixo, Scheren und klassisches Krimskrams arrangieren.

    Ein guter und praktischer Kompromiss sind integrierte Schreibtische wie zb auf den Bildern anbei, welche ich auf Pinterest gefunden habe (Copyright unbekannt). Hier hätte auch ein Standbildschirm noch Platz. Die Wände wirken luftig, offen und einladend. Solche Lösungen sind meistens vom Tischler angefertigt. Sicherlich eine Investition, aber jeder Millimeter wir so perfekt genützt. Abschließend möchte ich nochmals anmerken, allein aus meiner Berufskrankheit heraus finde ich Sekretäre und kleine Schreibtischlösungen wirklich schön und habe sie auch immer wieder in meinen Planungen berücksichtigt. Aber praktisch sind sie nur bedingt. Darauf gebracht hat mich eigentlich eine Kundin, die sich zwar eine Arbeitsecke gewünscht, dann aber doch gemeint hat, dass sie immer nur am Esstisch sitzt. Nur dazu findet man keine schönen Fotos oder Artikel. Habt ihr noch Ideen oder Vorschläge? Ich freue mich über Feeback und nehme Inputs gerne noch in den Beitrag mit auf.












    Andrea Sova

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